| |
Geschichte Im
Jahre 1900 wurde der Ortsverband NIEDERRUßBACH gegründet.
Seit der ersten Stunde war der Verein vor allem im sozialem Bereich tätig.
Die ersten Mitgliedsbeiträge wurden im Februar 1900 einkassiert und
bei der Sparkasse in Groß- Weikersdorf durch Hr. HOCH angelegt.
Der Mitgliedsbeitrag betrug pro Person 2 Kronen und wurde in mühevoller
Arbeit monatlich durch einen Botengeher
oder bei den Generalversammlungen die mehrmals im Jahr stattfanden einkassiert.
Begräbnisskosten (Leich) wurden zum Großteil vom ÖKB bezahlt.
Diese waren: Musik, Tischler (Sarg), Oberlehrer (als Chorleiter oder Organist),
Messner, Pfarrer, Totengräber und Kaufhaus (Kaufmann Schmidt) für
Begräbniswaren.
Diese Anzahl von Rechnungen konnten sich nur wenige Bürger von ihrem
Ersparten leisten.
Neben dem sozialem Aspekt war die Kameradschaft aus der damaligen Zeit
nicht wegzudenken. Botengeher gingen von Ortschaft zu Ortschaft um Einladungen
zu diversen Versammlungen, Sitzungen, Ausrückungen, Festen und sonstigen
Veranstaltungen den Mitgliedern einzusagen. Diese Arbeit war sehr begehrt,
da man sich etwas Geld verdienen konnte.
Auch wenn die Menschen in dieser Zeit ohne moderner Technik lebten, für
die Zusammenkunft beim Kameradschaftsbund fand man immer Zeit.
Mitgliederstand
1900
- Niederrußbach 19
- Oberrußbach
9
- Tiefenthal 9
- Stetteldorf 2
(Diese Angaben sind nicht
exakt, da ein Mitgliederverzeichnis erst später aufscheint und die
Beträge oft nicht sofort bezahlt werden konnten.) Der
Vorstand 1900:
- Kerner Josef, (Obmann)
- Garnhaft Karl,
- Kerner Karl,
- Thiel Anton,
- Ebermann Leopold,
- Schörg Anton,
(Kassier)
- Gstettner, (Schriftführer),
Bild ansehen
Mitgliederstand
1923:
- Niederrußbach
32
- Oberrußbach
13
- Tiefenthal 16
- Stranzendorf 4 (keine
genauen Angaben)
Ab
1923 scheinen folgende Namen aus Stranzendorf im
Mitgliederverzeichniss Niederrußbach auf:
Ebermann Leopold, (Vorstand)
Schrott Johann
Schwab Leopold
Träxler Michael
Träxler Josef
Meier Leopold
Lehner Franz
Schwab Karl
Knoth Josef
Pfeffer Karl
Seebauer Johann
Baumgartner.
Niederrußbach, Oberrußbach, Tiefenthal, Stranzendorf und Stetteldorf
(später scheint auch Starnwörth auf) gehörten damals zu
unserem Ortsverband.
Auslagen:
An Knoll für einen Botengang nach Oberrußbach
und Tiefenthal 2.-
Auferstehungsfeier zu Ostern. Musik und Bier (Faß).
Auslagen unterschiedlich
Am 11 05 1900
wurde an Schneidermeister Steinböck
in Niederrußbach 1352.- Kronen für Blousen bezahlt.
01 09 1900 Fahrt zum Delegiertentag, 9.-
18 08 1900 Jährliche Feier zum Namenstag Sr. Majestät
Kaiser Franz Josef I. mit Musik, Hornist und Tambour, 0,88 Kronen
Beitrag an das Rote Kreuz 50.-
Requiem für den heiligen Vater 10,56
Begräbniskosten: Tischler Reuter für Sarg 20.-
Hr. Pfarrer 16.-
Oberlehrer (Chorleiter oder Organist) 24.-
Messner (zZt. Hr. Gruber)6.-
Totengräber (i.J. 1919 Hr. Braun Karl) 6.-
Leichensachen bei Kaufmann Schmidt Karl 9.-
Die Abfindung für die Gattin eines verstorbenen
Kameraden wurde bei der Generalversammlung (die auch mehrmals im Jahr
stattfand) beschlossen und sehr rasch erhöht.
Einnahmen:
Mitgliedsbeiträge
Weinlesefest 33,22-
Weinkost am 13. Feber
1930, 348,36 im Gasthaus Stumwöhrer
Kegelschieben 56.- (wurde an verschiedenen Orten abgehalten)
Weiter aus der Chronik
17 03 1913: An Instrumentenmacher in Tulln, Hübl laut
Rechnung fürs Horn samt Porto, 13.-
03 05 1914: Beitrag für 53 Mitglieder an den Militärveteranen-Landesverband
für 1914, 1385.-
17 08 1918: Anton Thiel, Gründungsmitglied, wurde
in Wien zu Grabe getragen.
07 06 1921: Fahnenweihe der ersten Vereinsfahne
Generalversammlung 1921
(wortwörtlich übernommen)
Protokol von der Generalversamlung
am 13. März 1921
- I.) Herr Haska stellt den Antrag, daß
der Partei bei Ableben eines Mitglied 1000 Kronen für die Leiche
ausbezahlt wird, und Musik von Verein separat gezahlt wird.
" wurde angenommen "
- II.) Herr Grestenberger stellt den
Antrag, daß per Monat 10 Kronen fürs 1. Halbjahr 1921 geleistet
wird, wovon nur 2 Kronen bei Ausrückung zum trinken verwendet werden
darf.
" wurde angenommen "
- III.) Herr Treiber stellt den Antrag,
daß Herr Heindl Leopold 100 Kronen Beitrittsgebühr zu leisten
hat.
" wurde angenommen "
- IV.) einkasierung vierteljährlich.
Botenlohn für Volnhals 200 Kronen jährlich.
Schriftführer Schneider Johann
Obmann Kerner Josef
Seitenanfang
|
|